Das ist die häufigste Enttäuschung bei jedem Bluesky-Downloader, und sie hat mit dem Downloader nichts zu tun. Es lohnt sich, das einmal zu verstehen, weil damit viele andere Fragen erledigt sind.
Was Bluesky aufbewahrt
Lädt jemand ein Video hoch, kodiert Bluesky es um und veröffentlicht zwei Fassungen: eine mit 360p und eine mit 720p. Nur diese beiden kann irgendjemand abrufen.
Die Datei, mit der die Person angefangen hat — womöglich 1080p oder 4K — wird der Öffentlichkeit überhaupt nicht ausgeliefert. Sie ist nicht hinter einer Einstellung oder einem Konto versteckt; es gibt sie schlicht nicht zum Abruf.
Was die beiden Fassungen tatsächlich messen
Die Zahlen beschreiben die Höhe, nicht die Breite. Bei einem für diesen Ratgeber vermessenen Clip kam die untere Stufe auf 494 mal 360 Pixel bei rund 900 Kilobit pro Sekunde, die obere auf 988 mal 720 bei rund 2.000 Kilobit pro Sekunde.
Die Breite richtet sich nach der Form des Originals. Ein hochkant gefilmtes Handyvideo wird schmaler als ein Breitbildvideo, weil Bluesky die Höhe deckelt und die Breite folgen lässt. Deshalb ist die Breite selten eine runde Zahl wie 1280.
Was das in Megabyte bedeutet
Ein 56 Sekunden langer Clip kam bei 360p auf knapp 5 MB. Derselbe Clip wurde für 720p vor dem Download auf etwa 13 MB geschätzt. Als grobe Regel: 360p liegt bei rund 1,5 MB je zehn Sekunden, 720p etwa beim Dreifachen.
Die vor dem Download angezeigten Größen werden aus Bitrate und Länge berechnet, sind also nah dran, aber nicht exakt. Die Bitrate schwankt während eines Clips, weshalb die fertige Datei meist etwas unter der Schätzung landet statt genau darauf.
Der Ton kommt unverändert mit
Der Ton ist AAC mit 48 kHz und wird unverändert in die gesicherte Datei übernommen. Unterwegs wird nichts neu kodiert, das Audio in deiner MP4 ist also bitgenau das, was Bluesky veröffentlicht hat.
Warum kein Werkzeug das übertrifft
Jeder Downloader, dieser eingeschlossen, kann nur holen, was die Plattform veröffentlicht. Verspricht eine Seite 4K aus einem Bluesky-Link, dann skaliert sie entweder 720p hoch und nennt es 4K, oder sie beschreibt eine Fähigkeit, die sie nicht hat.
Hochskalieren fügt Pixel hinzu, aber keine Details. Heraus kommt eine größere Datei, die gleich oder etwas schlechter aussieht und länger zur Erzeugung braucht.
So prüfst du eine 4K-Behauptung selbst
Sichere die Datei und sieh dir ihre echten Maße an — Rechtsklick auf die Eigenschaften, oder in einem beliebigen Player die Auflösung ablesen. Eine echte 4K-Datei ist 2160 Pixel hoch.
Reicht dir eine Seite etwas als 4K Bezeichnetes aus einem Bluesky-Beitrag, wird die Pixelhöhe trotzdem auf 720 zurückführen. Das ist der ganze Test, und er dauert etwa zehn Sekunden.
Welche der beiden du nehmen solltest
Nimm 720p, wenn nichts dagegen spricht. Das Bild ist besser und die Dateien sind nach heutigen Maßstäben klein.
360p lohnt sich bei begrenztem Datenvolumen, wenn du viele Clips auf einmal sicherst, oder wenn dir der Inhalt wichtiger ist als die Qualität.